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Sportverletzungen |
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Erstbehandlung von Sportverletzungen Die Bilder aus Fußballübertragungen im TV sind bekannt: ein Spieler bekommt einen heftigen Tritt gegen das Schienbein, bleibt am Boden liegen und krümmt sich vor Schmerz. Die Betreuer laufen aufs Feld, verwenden einen Spray, der Spieler steht auf, humpelt noch ein bisschen und kann weiter spielen. Dass
an der Wirksamkeit dieser Behandlung tatsächlich etwas dran ist, zeigt die
folgende PECH Regel, nach welcher nahezu alle auftretenden
Sportverletzungen, bei denen keine offene Hautverletzungen entstehen,
behandelt werden können:
Zur genauen Diagnose sollte unbedingt ein Arzt zu Rate gezogen werden. Das eingangs geschilderte Beispiel hat damit zwar einen glücklichen Ausgang, weil der Vorfall glimpflich ausging und der Spieler weiterspielen konnte, die Behandlungsmethode ist jedoch begründet. Häufig auftretende stumpfe Verletzungen Als stumpfe Verletzungen werden solche bezeichnet, bei denen es zu keiner oberflächlichen Hautverletzung kommt. Verstauchung Eine Verstauchung (Distorsion) ist eine gewaltsame Aufklappung eines Gelenkes in einer Richtung, die nicht zum normalen Bewegungsumfang gehört und durch die Gelenkbänder verhindert wird. Zeichen für eine Verstauchung sind Schmerzen und Schwellung im Bereich des Gelenkes, sowie schmerzhafte Bewegungseinschränkung. Je nach Schwere der Verletzung unterscheidet man Bänderdehnungen und Bänderrisse. Die Unterscheidung ist selbst für den Arzt nicht immer einfach, und erfordert oft Röntgen- oder Magnetresonanzaufnahmen. Die Erstbehandlung kann aber jedenfalls nach der PECH-Regel erfolgen. Eine typische Stelle für Verstauchungen ist das Sprunggelenk (das "Umkippen" oder "Überknöcheln"). Verstauchungen sollten je nach Schwere sofort zum Arzt. Die Therapie umfasst je nach Schwere Ruhigstellung mittels Stützverband, Taping oder Gips, evtl. auch Operation. Prellung Eine Prellung ist ein Anpralltrauma, bei dem es ohne Hautverletzung zu einer Blutergussbildung in tieferen Gewebsschichten kommt. Man unterscheidet Muskelprellungen (der typische blaue Fleck), Knochenprellungen und Gelenksprellungen. Ursache ist oft ein Zusammenstoß mit einem Hindernis oder Gegenspieler (Tritt vors Schienbein, "Eisenbahner" gegen den Oberschenkel) Die Erstbehandlung ist jeweils gleich und erfolgt nach der PECH-Regel. Wärme und Massagen dürfen in der Anfangsphase keinesfalls angewendet werden um eine Verkalkung des Hämatoms zu verhindern. Spürt der Sportler ein Druckgefühl oder Taubheitsgefühl, so ist jedenfalls der Arzt aufzusuchen. Ebenso sollte bei Knochenprellungen, bei denen der Verdacht auf einen Bruch besteht (Schmerzen, Schwellung, Rötung, abnormale Knochenstellung) der Arzt aufgesucht werden, der mittels Röntgen einen Knochenbruchbestätigen oder Ausschließen kann. Die Therapie kann Salbenanwendungen, medikamentöse Behandlung oder Ultraschallanwendungen beinhalten. In schweren Fällen ist eine Punktation (Entfernung des Blutergusses mit einer Nadel) sinnvoll sein. Zerrung Eine Zerrung ist eine Überdehnung eins Muskels, die noch nicht zu einer mechanischen Zerstörung von Muskelgewebe führt. Ursache ist oft ungenügende Aufwärmung vor dem Sport. Aber auch plötzliche Extrembewegungen (Ausfallschritt, Ausrutschen) oder tiefe Temperaturen können Ursachen von Zerrungen sein. Der Sportler verspürt einen plötzlichen krampfartigen Schmerz in der betroffenen Muskulatur. Die Sportausübung sollte in diesem Fall sofort eingestellt werden um schwerwiegendere Verletzungen wie Muskelrisse zu vermeiden. Die Erstbehandlung erfolgt nach der PECH-Regel, ab dem 3. Tag können vorsichtige Dehnung und durchblutungsfördernde Maßnahmen (Salben,...) angewendet werden. Zerrungen können hartnäckig sein und immer wieder auftreten. Die Therapie umfasst ab dem 4. Tag Salbenverbände, medikamentöse Behandlung und Elektrotherapie. Evtl. kann eine Operation und Ruhigstellung bei Muskelrissen nötig sein. Volles Training sollte erst dann wieder aufgenommen werden, wenn die schmerzfreie Beweglichkeit der betroffenen Stelle genauso groß ist, wie jene auf der gesunden Seite. Knochenbrüche Bei starker Gewalteinwirkung sind auch Knochenbrüche möglich. Anzeichen sind starke Schmerzen, Schwellung, Rötung und abnormale Beweglichkeit oder Extremitätenstellung. Die Erstbehandlung erfolgt nach der PECH-Regel. Eine genaue Diagnose kann der Arzt mittels Röntgen erstellen. Die Therapie erfolgt üblicherweise mit Gips, teilweise können auch Schienen oder Tapes ausreichend sein. In schwierigen Fällen kann eine Operation angezeigt sein. Wundversorgung bei kleineren Wunden Nicht alle im Sport auftretenden Verletzungen sind stumpfe Verletzungen. Auch Schürfwunden oder kleine Schnitte treten immer wieder auf, beispielsweise wenn ein Hürdenläufer auf der Laufbahn stürzt. In diesen Fällen ist die sterile Wundabdeckung das erste Gebot. Weiters sollte die Blutung gestillt werden. Genügt bei Schürfwunden oft ein Pflaster, ist für Schnitte vielleicht ein Verband anzulegen. Wie das gemacht wird, kann man in Erste-Hilfe-Kursen lernen. Ein Kurs, den jeder Trainer und jeder Sportler absolvieren sollte, um bei Bedarf fachgerecht handeln zu können.
Großflächige oder klaffende Wunden sollten in jedem Fall zum Arzt. Ebenso Wunden, die verunreinigt sind (z.B. auf rostigen Nagel gestiegen), da hier eine Tetanusimpfung nötig sein kann. Sportler sind anders – oder doch nicht? Sportverletzungen unterscheiden sich nicht von anderen Verletzungen. Ob eine Zerrung bei einem Gewichtheber auftritt, oder bei einem Bauarbeiter, der einen schweren Gegenstand hebt, spielt keine Rolle Der Unterschied liegt aber in der Person. Der Sportler will möglichst schnell wieder trainieren, fühlt sich der Mannschaft und dem Trainer verpflichtet. Kann er nicht seiner Bewegung nachgehen fühlt er sich unausgeglichen. Verletzungen heilen aber bei Sportlern nicht schneller als bei Nichtsportlern, auch wenn dies manche gerne glauben mögen. Dies führt immer wieder nach Verletzungen zu einem zu frühen Wiedereinstieg ins Training oder gar den Wettkampf, ein langsames Aufbautraining fehlt oft völlig oder wird stark vernachlässigt. Vor derartigem Verhalten kann nur gewarnt werden. Erneute Verletzungen und Langzeitschäden können die Folge sein. Dennoch gibt es Möglichkeiten für Sportler die notwendige Therapie angenehmer zu gestalten:
Bevor etwas passiert – Maßnahmen
zur Verringerung des Verletzungsrisikos
Es ist natürlich gut, wenn sich die Medizin darüber Gedanken macht, wie sie Sportlern zu einem schnelleren Heilungsprozess verhelfen kann, jedoch wäre es noch besser, wenn die Verletzungen gar nicht erst passieren würden. Neben
einer guten allgemeinen Erwärmung vor dem Sport und dem Achten auf
Anzeichen der Ermüdung während des Trainings, können auch Bandagen eine Möglichkeit darstellen sich vor Verletzungen zu
schützen. Sprunggelenk,
Knie, Handgelenk, Ellbogen und Rücken können so beispielsweise
stabilisiert werden. Die Bandage wirkt dabei auch aktivierend auf die
umgebende Muskulatur und somit leistungssteigernd. Zu beachten
ist bei der Verwendung von Bandagen allerdings, dass die natürliche
Koordination nicht verloren geht. Wer sich immer darauf verlässt, dass die
Bandage sein Sprunggelenk stabilisiert, der verliert die Fähigkeit dies über
Nerven und Muskeln selbst zu tun. Daher sollte die Unterstützung nur bei Höchstleistungen
im Training und Wettkampf getragen werden und unter Umständen durch ein zusätzliches
Stabilisationstraining ergänzt werden.
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WWWeitere Infos Infos zum Tapen: http://www.tapeverband.com/home.htm Infos zu Sportverletzungen allgemein:
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