Mentaltraining

  

Mentale Stärke im Wettkampfsport

Viele Sportler wissen: Siege beginnen im Kopf!

Eine Menge von Sportgrößen legen inzwischen genau so viel Wert auf „Mentales Training“ wie auf Taktik, Technik oder Kondition. In kritischen Situationen zweier gleichwertiger Gegner entscheidet immer der mental Stärkere den Wettkampf für sich.

Körper, Geist und Emotionen werden als Einheit wirksam. Denken, Fühlen und Bewegung beeinflussen einander gegenseitig.

Mit mentalen Trainingsformen lassen sich kognitive Fertigkeiten erlernen, verändern und verbessern. Kognitive Fertigkeiten sind ganz allgemein Handlungen, die der Bewältigung wiederkehrender Anforderungen dienen.

 

Folgende Methoden sollten Schritt für Schritt erlernt werden und dann im Sporttraining sowie im Wettkampf integriert werde: 

Entspannungstraining: die Fähigkeit, den Körper zu entspannen, gibt dem Sportler Kontrolle über die Muskeln, die wichtig sind, um im Wettkampf locker zu bleiben. Das Wissen, wie man sich entspannt, kann ebenfalls verwendet werden, wenn der Wettkampf oder die Umstände ein Gefühl der Anspannung oder Verspannung verursachen. Entspannung ist außerdem Grundlage für andere Trainings, wie z.B. beim Visualisieren, bei Konzentrationsübungen oder bei Übungen zum Stressmanagement.

Methoden: Progressive Muskelentspannung, Autogenes Training

Stressmanagement: Stress nimmt verschiedene Formen an: man ist „überspannt“ vor einem Wettkampf; die Gedanken rasen; man wird von unbedeutenden Dingen abgelenkt (Geräuschen, Gedanken); man hat Schlafschwierigkeiten; man fühlt sich nervös und sprunghaft;

Viele Athleten erleben ein wenig Angst vor ihrem Wettkampf. Aber zuviel Angst zerstört die Konzentration, erhöht das Verletzungsrisiko, verursacht negative Gedanken und äußert sich als ein Verlust von Koordination, Ausdauer oder „flüssiger“ Leistung.

Methode: Stress(signale) erkennen, Stress kontrollieren (Entspannung, Aufmerksamkeit nach innen richten, Atmung,..)

Positives Denken: Gedanken beeinflussen unsere Handlungen mehr als wir denken. Was man mit seinen Gedanken tut, kann sein Leben und seine Leistungen verändern.

Methode: negative Gedanken kontrollieren, positive Gedanken /Formulierungen trainieren, Selbstwerttraining

Selbstregulation: Selbstregulation hat etwas damit zu tun, die geistigen Rahmenbedingungen herzustellen, um optimal bereit zu sein. Dies beinhaltet sowohl das geistige Wohlbefinden und die Bereitschaft zum Wettkampf als auch das Gefühl, körperlich fit zu sein.

Methode: Was macht mich fit?; Aktivierung erhöhen bzw. vermindern (für optimale Leistung)

BewegungsVorstellungsÜbung: Der Gebrauch des Vorstellungsvermögens oder der Bewegungsvorstellung ist eines der wirksamsten Hilfsmittel für Höchstleistungen. Bildliches Vergegenwärtigen versetzt einem in die Lage, gleichzeitig Körper und Geist zu beeinflussen. Eine BVÜ- Bewegungsvorstellungsübung- beinhaltet immer eine Entspannung, der das Visualisieren eines Wettkampfes folgt. Diese geistige und körperliche Vorbereitung vor einem entscheidenden Wettkampf optimiert die Leistung.

Methode: Entspannung, Sinnesübungen, Situationen vorstellen, (Teil)bewegungen vorstellen; Erfolgsgefühl; Schlüsselworte

Konzentration: Konzentration bedeutet, aufmerksam zu sein. Es ist aber manchmal schwierig, über längere Zeit aufmerksam zu sein. Beim Verlust der Konzentration spielen verschiedene Faktoren eine Rolle, und man muss herausfinden, welche davon für einem von Bedeutung sind.

Methode: weite/enge Aufmerksamkeit; bei Aufmerksamkeitsverlust: Handlungen verlangsamen, Zentrieren, Entspannen;

Energiekontrolle: Der Motor von Schnelligkeit, Ausdauer oder Kraft ist die persönlich Energie. Bei einem Athleten ist diese Energie dauernd vorhanden und wartet darauf, angemessen erkannt und ausgerichtet zu werden. 

Methode: Energie bewusst lenken, damit sie nicht verteilt, zerstreut wird; Nutzung aller oben erwähnter Methoden;

 

Durch Selbsteinschätzung und Trainingsberichte sollte man wissen, wie seine optimale psychologische Wettkampfvorbereitung aussieht.

-     Wie kann man Entspannung auslösen? Die Atmung zentrieren. Schlüsselbegriffe benutzen?

-     Wann ist man während eines Wettkampfes am meisten gestresst? Wie sehen seine körperlichen „Stress-Signale“ aus?

-     Welche positiven Aktionen begünstigen die Leistung? Vorsätze? Das Erfolgsgefühl? Musik/Personen/Themen/Gedanken/Ziele?

-     Wo liegt sein optimales körperliches Aktionsniveau?

-      Welches Visualisieren bringt einem zu Bestleistungen?

-      Was beeinflusst jemanden seine Konzentration?

-     Wie kann einem die Kontrolle der Energie dabei helfen, Höchstleistungen zu erbringen?

 

Gedanken sind Kräfte und haben deshalb Einfluss auf unsere Leistung und unser Wohlbefinden. Wir können diese zugunsten dieser/dieses nutzen.

Man muss aber bedenken, dass Disziplin und Training sowohl für körperliches als auch für geistiges Training gelten.

 

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