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Flüssigkeitshaushalt |
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Die Flüssigkeitsbilanz Wasser ist Leben Der Mensch kann bis zu 40% Verlust seines Körpergewichts in Fett, Kohlehydraten oder Eiweiß überleben, aber schon 9% Flüssigkeitsverlust können zum Tod führen. 50-60% des Köpergewichts ist Wasser. Es befindet sich in den Zellen, zwischen den Zellen, im Blut und in anderen Flüssigkeiten. Die alltägliche Flüssigkeitsbilanz ohne besondere zusätzliche Belastung durch Sport könnte etwa so aussehen:
Schweißverlust Warum schwitzen wir? Der menschliche Körper kann in der Muskulatur nur einen recht kleinen Teil der Energie (max. 25%) in Bewegung umwandeln. Der größte Teil (75-90%) geht als Wärmeenergie verloren. Um nun die Körpertemperatur konstant zu halten, hat der Körper verschiedene Mechanismen zur Thermoregulation. Schwitzen ist einfach eine Möglichkeit für den Menschen durch Verdampfen von Wasser Wärmeenergie abzugeben. Das komplett durchnässte T-Shirt nach dem Training ist Beweis dafür, dass der Körper während sportlicher Belastung Flüssigkeit in Form von Schweiß verliert. Wie viel dies ist, hängt von verschiedenen Faktoren wie Sportart, Intensität, Umgebungstemperatur und Trainingszustand ab. So kann ein Untrainierter in einer Stunde etwa 0,8l Schweiß produzieren, während ein Trainierter 2-3l Schweiß pro Stunde abgeben kann. Die verstärkte Schweißproduktion verbessert die Thermoregulation und ermöglicht so höhere Leistungen. Dehydration und Leistungsabfall Wie schon eingangs erwähnt, kann der Körper Flüssigkeitsverluste nur sehr eingeschränkt tolerieren. Schon ein Verlust von 2% des Körpergewichtes (bei einem 70kg-Mann sind dies nur ca. 1,4l Schweiß) können die Leistungsfähigkeit um 20% reduzieren!
Diese Tatsachen machen deutlich, wie wichtig es ist, den Flüssigkeitshaushalt durch regelmäßiges Trinken in Balance zu halten. Bedeutung von Elektrolyten und Mineralstoffen Mineralstoffe sind anorganische Substanzen, die mit der Nahrung aufgenommen und vom Körper zur Erhaltung seiner Funktion benötigt werden. Für Sportler haben vor allem Natrium, Kalium und Magnesium überragende Bedeutung. Auf diese soll nun in diesem Abschnitt eingegangen werden. Natrium Natrium ist vor allem für die Erregbarkeit der Muskelzelle und deren Kontraktion von Bedeutung. Es wird dem Körper vor allem in der Form von Natriumchlorid (Kochsalz) zugeführt. Da unsere Ernährung im allgemeinen sehr reich an Kochsalz ist, muss es im Normalfall nicht extra zugeführt werden. Kalium Kalium ist ebenfalls für die Erregbarkeit der Muskelzelle verantwortlich. Daneben ist es auch für die Aktivierung verschiedener Enzyme wichtig. Ein Kaliummangel kann zu Muskelschwäche führen. Magnesium Magnesium ist am Vorgang der Energiebereitstellung in der Muskelzelle verantwortlich. Weiters aktiviert es rund 300 Enzyme. Ein Magnesiummangel führt zu Krämpfen, Erbrechen und Durchfall. Verlust von Mineralstoffen mit dem Schweiß Mit dem Schweiß verliert der Körper nicht nur Flüssigkeit sondern auch Mineralstoffe. Pro Liter Schweiß verliert der Köper: 1200mg Natrium, 1000mg Chlorid, 300mg Kalium und 36mg Magnesium. Trinkverhalten vor, während und nach Wettkämpfen Durst ist ein schlechter Berater für das Trinkverhalten. Bevor dieses Gefühl aufkommt, hat der Körper schon eine Menge Flüssigkeit verloren und die Leistungsfähigkeit ist eingeschränkt. Neben dem Verlust von Flüssigkeit gilt es auch, die verloren gegangenen Mineralstoffe zu ersetzten und bei längerdauernder Belastung auch Kohlehydrate mit dem Getränk zuzuführen. Daher hier einige Tipps zum Trinkverhalten vor, während und nach Wettkämpfen/Trainings. Was sollen Sportler trinken? Das wichtigste ist zunächst einmal den Flüssigkeitsverlust auszugleichen. Danach sollte man bei langdauernden Belastungen (> 1 Stunde) an die Mineralstoffe denken und dann an die Kohlehydrate denken. Ein optimales Sportlergetränk gibt es nicht, da sich dies von Sportart zu Sportart und von Mensch zu Mensch, ja sogar von Tag zu Tag unterscheidet. Im Breitensport sind
Mischungen aus Mineralwasser (liefert Natrium und Chlorid) und
Das Getränk sollte nicht zu kalt (15-22°) und möglichst kohlensäurearm sein, um den Magen nicht zu belasten und unangenehmes Aufstoßen zu vermeiden. Zu beachten ist jedoch das Kohlensäure im Mineralwasser in geringen Mengen wichtig ist, da sie die Aufnahme der Mineralstoffe im Körper fördert! Soll die Rehydration sehr schnell erfolgen oder sind die Belastungen sehr intensiv (>70%) und langdauernd > 1 Stunde), so sind auch spezielle Sportdrinks sinnvoll. Folgendes ist hierbei zu beachten:
Wichtig ist auch, dass im Wettkampf nur getrunken werden sollte, was im Training schon probiert wurde. Der Körper muss sich an ein Getränk gewöhnen. Wie bei der Ernährung gilt hier: Keine Experimente am Wettkampftag! Wann sollen Sportler trinken?
Trinkverhalten unter
speziellen Bedingungen
Hitze
Hitze führt
zunächst einmal zu einer höheren Schweißproduktion. Kommt noch eine hohe
Luftfeuchtigkeit hinzu, so kann der Schweiß auch noch schlechter
verdunsten. Es kommt zu einer höheren Herzfrequenz und einer geringeren
Leistungsfähigkeit. Dennoch steigt der Flüssigkeitsverlust. Unter solchen
Bedingungen ist also noch mehr zu trinken! Höhe
Die Luft in
der Höhe ist kühler und trockener. Dies hat eine verstärkte Atmung und
damit einen höheren Flüssigkeitsverlust über die Atmung zur Folge. Auch
in diesem Fall ist also mehr zu trinken. Krankheit
Erbrechen
oder Durchfall können zu erhöhten Flüssigkeits- und Elektrolytverlusten führen.
Daher ist Vorsicht bei der Wiederaufnahme des Trainings angebracht. |
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WWWeitere Infos Deutsche Gesellschaft für Ernährung: http://www.dge.de/ Deutsches Ernährungsberatungs und –informationsnetz: http://www.ernaehrung.de/tipps/sport/sport12.htm#Sportgetränke Isostar: www.isostar.ch Long Life: www.longlife.at |
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